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Live-Chat als Selbstständige: erreichbar sein, ohne ständig erreichbar zu sein

Du hast dich selbstständig gemacht, um freier zu sein. Nicht, um auf ein Chatfenster zu starren. Die gute Nachricht: Das eine schließt das andere nicht aus.

Der Gedanke, der dich abhält

„Wenn ich einen Chat einbaue, erwarten die Leute, dass ich sofort antworte. Ich bin aber im Termin, beim Dreh, beim Kunden, beim Kind. Dann sitzt da jemand und wartet, und das ist schlimmer, als wenn es gar keinen Chat gäbe.“

Der Gedanke ist verständlich. Er beruht nur auf einer Annahme, die nicht stimmt: dass ein Chat bedeutet, rund um die Uhr da zu sein. Erreichbar sein und ständig verfügbar sein sind zwei verschiedene Dinge.

Erreichbar heißt: Die Frage kommt an

Für deine Besucher zählt vor allem, dass ihre Frage nicht im Nichts verschwindet. Dass sie wissen, wann sie eine Antwort bekommen. Und dass die Antwort von dir kommt. Wie schnell, ist zweitrangig, solange es ehrlich gesagt wird.

  • Sag, wann du da bist. Mit Öffnungszeiten sehen Besucher, ob gerade jemand antwortet. Außerhalb erscheint eine kurze Nachricht wie „Ich bin gerade im Termin. Schreib mir trotzdem, ich melde mich heute noch.“
  • Lass die Antwort nachkommen. Hat jemand seine E-Mail-Adresse hinterlassen und ist schon weg, bekommt er deine Antwort per Mail. Der Faden reißt nicht ab, nur weil das Browserfenster zu ist.
  • Lass dein Handy Bescheid sagen. Eine Mitteilung reicht. Du entscheidest, ob du gleich antwortest oder in einer Stunde.

Ein Tag mit Chat, ganz realistisch

Vormittags arbeitest du an einem Kundenprojekt, das Handy liegt umgedreht auf dem Tisch. Mittags schaust du kurz drauf: zwei Fragen. Eine beantwortest du mit einem Satz, für die andere schickst du einen Link zu deiner Terminbuchung. Nachmittags bist du unterwegs, eine Mitteilung kommt rein, du antwortest an der Ampel nicht, sondern abends auf dem Sofa. Die Person hat deine Antwort per Mail bekommen und sich bedankt.

Das ist kein zweiter Job. Das sind ein paar Minuten am Tag, verteilt auf Momente, die du ohnehin hast.

Stell dir vor, du sitzt in einem Café in einer anderen Stadt, ein Kaffee vor dir, kein Laptop. Dein Handy summt einmal. Eine Frage zum Starttermin, du antwortest in zwanzig Sekunden. Eine Stunde später kommt die Anmeldebestätigung. Und du denkst: Mein Business läuft auch, wenn ich nicht danebensitze.

Was du einstellen solltest, bevor du startest

  1. Zeiten festlegen, die du wirklich halten kannst. Lieber zwei ehrliche Stunden am Tag als „immer“, das du nicht schaffst.
  2. Eine Abwesenheitsnachricht schreiben, die nach dir klingt und sagt, wann du antwortest.
  3. Nach der E-Mail fragen lassen, wenn gerade niemand da ist. So erreicht deine Antwort auch die, die schon weg sind.
  4. Mitteilungen aufs Handy einschalten und einmal testen.
  5. Fünf Textbausteine anlegen für die Fragen, die du am häufigsten bekommst. Das spart dir unterwegs das Tippen.

Und wenn es doch zu viel wird?

Dann ist das ein gutes Zeichen, denn dann fragen viele. In dem Fall kannst du jemanden dazuholen, der mit antwortet, oder deine Zeiten verkürzen. Ein Chat ist kein Versprechen, das du nicht zurücknehmen kannst. Du stellst ihn so ein, wie es zu deinem Leben passt.

Mit HeyFox legst du Öffnungszeiten und eine eigene Abwesenheitsnachricht fest, bekommst Mitteilungen aufs Handy und schickst deine Antwort per Mail, wenn der Besucher schon weg ist. Ohne Bot, ohne Dauerbereitschaft.

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